Warzenschnaps

 

Stell Dir vor Du gehst zu einem Geburtstag und Dir fehlt noch das Geschenk. Ach ´ne Flasche geht eigentlich immer... also schnell noch in den Supermarkt. Deine Augen scannen durchs Regal und da fällt Dir eine Flasche sofort ins Auge ... der Warzenschnaps.

 

 

 

 

 

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Sorry, leider sind uns die Warzen ausgegangen
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Nun, wie ist es dazu gekommen: Wir saßen in lustiger Runde und einer sagte: Mein Sohn hat gerade eine Warze, aber das habe ich mit Schöllkraut schnell behandelt. Wisst ihr, wie Schöllkraut aussieht? den Saft auf die Warze tupfen ...fertig

Schöllkraut ist eine leicht giftige Pflanze (besonders das blühende Kraut) und wird vielfach für Verdauungsstörungen und als krampflösendes Mittel eingesetzt.

Das heißt: Schöllkraut ist giftig und heilend zugleich.

Ach, meinte ein anderer: Die Flecken vom Schöllkraut sehen nicht gut aus, ich würde das lieber innerlich anwenden. Die Idee für unseren Warzenschnaps war geboren.

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Eine tolle Grundlage lieferte Hieronymus Bock:

Hieronymus Bock – 1498 †1554 war ein deutscher Arzt, Botaniker und wohl einer der ersten deutschen Pharmakologen.
1539 erschien die erste Auflage seines Kräuterbuchs

Der bitter Safft des Schöllkrauts und Wurzel ist hitziger natur. Er eröffnet innerlich gebraucht die verstopffte Leber, reiniget außwendig faule Wunden und macht klare Augen… Es würdt in den Apotecken von dem Schöllkraut (Chelidonia) gebraucht die Wurzel, Bletter und Blumen: und hat man darin das gebrante Wasser zufinden: welches innerlich, so mans trinckt, die Leber eröffnet, die Gelsucht (Gelbsucht) vertreibt und den gilbichte Febern zu hülffe kompt: dieweiln es öffnet, reiniget und die Gall zum theil auch durch die harngänge außtreibt. Eußerlich aber schärffet Schöllkrautwurzel (Schöllwurz) das Gesicht, vertreibt die Flecken der Augen, schafft die föll derselben ab, löschet alle masen auß und reiniget das Antlitz hülfft den Zittermahlen und bekompt den bösen faulen schäden, Fisteln und Krebsen sehr wol, wann man sie offt damit waschet. Schöllkraut (Schöllwurz) mit änis samen in weissem wein gesotten und getruncken vertreibet die Gälsucht. Man soll auch das Schöllkraut (Schöllwurz) under die blossen Füß in die Schuh legen und darauf gehen. Also thut auch das gebrante Wasser darvon. Ein handvoll geseubert Schöllkrautwurz (Schölwurz) mit einer halben maß Roseneßigs gesotten, dann durch gesigen, darein zertriben 3 loth Tyriack und deß Trancks ein gemein Gläßlein vol getruncken, nider gelegen und geschwitzt, ist ein bewert stuck so jemands die Pestilenz het angestossen… Das angesicht mit Schöllkrautwasser gewaschen vertreibt die masern, heilet die pestilenzblater, stillet das glidwasser. Safft von Schöllwurzel heilet die fisteln, krebs und den wolff, benimpt das zanwee, mit essig im mundt gehalten.